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Armut, Arbeitslosigkeit und Bildungsmangel

all das sind Gründe für die soziale Ausgrenzung vieler Roma. Wie fast überall werden sie auch in Rumänien kaum akzeptiert und führen dadurch oft ein Dasein am Rande der Gesellschaft.

Im kleinen Dorf Rusciori lebt ein Großteil der Roma unter sehr ärmlichen Bedingungen. Die Lebensverhältnisse sind hier überwiegend durch zweierlei Aspekte geprägt: Einfachheit und Kompliziertheit. Durch geringe Erziehung und fehlende Motivation ist es vielen Roma nicht möglich, einen längeren Bildungsweg einzuschlagen. Viele Kinder und Erwachsene im Dorf haben nicht einmal die Grundschule abgeschlossen, können weder lesen noch schreiben und leben von der Hand in den Mund.

Integration durch Bildung

Das Kindertageszentrum fördert die Entwicklung der Dorfgemeinschaft durch ein Bildungsprojekt für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Bei uns erhalten die ca 40 Grundschulkinder eine Nachmittagsbetreuung sowie Unterstützung in schulischen Aktivitäten. Dies soll dem Schulabbruch vorbeugen und den Besuch der weiterführenden Schulen ermöglichen.

Das Kindertageszentrum setzt gezielt im Bereich der Bildung an, um die Armut der Roma zu durchbrechen. Durch die tägliche Bildungsarbeit soll schon ab dem Grundschulalter die Voraussetzungen für ein sicheres Einkommen, einen höheren Lebensstandard sowie eine harmonische Dorfgesellschaft geschaffen werden.

Eine Perspektive für Rusciori

Seit 25 Jahren setzt sich der Kinderbauernhof erfolgreich für bessere Verhältnisse im Dorf ein. Die Gründerin Hermine Jinga-Roth erkannte die Armut der Roma und nahm sich zum Ziel, mit einem Tageszentrum den schwierigen Lebensverhältnissen entgegen zu wirken. Heute engagieren sich Sozialarbeiterinnen und Freiwillige aus Deutschland täglich in der Arbeit mit den Kindern bei der Nachmittagsbetreuung, Hausaufgaben, Gruppenspielen, Tanzaufführungen, Bastelstunden und vielem mehr.

Durch die Arbeit des Kinderbauernhofes besucht nun ein großer Teil der Kinder weiterführende Schulen im Umkreis des Dorfes. Auch die Kriminalität ist seit Beginn des Projektes massiv gesunken und ein Verständnis für Bildung und Erziehung beginnt sich zu entwickeln. Lassen Sie uns dies als Motivation dienen, die Arbeit im Kindertageszentrum aktiv zu gestalten und zu unterstützen.

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